Br├╝cke Rapperswil ÔÇô Hurden

Wenn man ohne einem Boot, ohne Auto, ohne Fahrrad und auch nicht mit der Bahn ├╝ber den Z├╝richsee will, kann man einerseits entweder die k├╝rzere H├Ąlfte der insgesamt etwa 87 Kilometer, die der Umfang des Sees ausmacht, nehmen oder mitten am Z├╝richsee, auf der Grenze zwischen Obersee und Z├╝richsee die Holzbr├╝cke bzw. den Holzsteg von Rapperswil nach Hurden oder von Hurden nach Rapperswil nehmen. Der Holzsteg am Z├╝richsee hat eine lange Tradition.


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Holzsteg am Z├╝richsee

Es gibt eine einzige Verbindung, die ├╝ber den Z├╝rchsee existiert. Diese ist zweigeteilt, einerseits eine Br├╝cke, auf der sich eine 2-spurige Stra├če befindet, ein Radweg und auch eine Eisenbahn-Linie und andererseits der ber├╝hmte Holzsteg ├╝ber den Z├╝richsee, der von vielen Bewohnern frequentiert wird und auch ein wichtiger Punkt f├╝r viele Pilger ist, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind, denn der Holzsteg ├╝be den Z├╝richsee, der die Gemeinden Rapperswil-Jona und Hurden miteinander verbindet, geh├Ârt zum Netzwerk der europ├Ąischen Jakobswege.

Der Holzsteg ├╝ber den See

  • Steg-L├Ąnge: 841 Meter
  • Steg-Breite: 2,54 Meter
  • Baubeginn (Rekonstruktion): August 2000
  • Er├Âffnung (Rekonstruktion): April 2001

Die Idee zum Bau des Holzsteges bzw. eigentlich zur Rekonstruktion des historischen Holzsteges ├╝ber den Z├╝richsee hat in der 2. H├Ąlfte des 20. Jahrhunderts immer mehr Anh├Ąnger gewonnen. Das war einfach deshalb der Fall, weil der Verkehr ├╝ber den Seedamm zwischen Rapperswil und Hurden in diesen 5 Jahrzehnten ab 1950 stetig zugenommen hat. Das auch die Qualit├Ąt der Luft auf diesem Wanderweg und beim Naherholungsgebiet verschlechtert hat und man daher wieder eine "Zu Fu├č"-Verbindung ├╝ber den Z├╝rchsee schaffen wollte. Der Weg zu Fu├č auf den 841 Metern dauert nur etwa 10 Minuten, die meisten Wanderer, die den Z├╝richsee auf diesem Holzsteg ├╝berqueren, lassen sich aber l├Ąnger Zeit. Zu sch├Ân ist auch der Ausblick auf dem Steg auf den See hinunter - vor allem auf den Obersee. Wenn man nach Westen blickt in Richtung Z├╝richsee bzw. in Richtung Z├╝rich hinauf, sieht man schlie├člich relativ schnell den Seedamm mit der Stra├če und der Eisenbahnlinie.

Blick ├╝ber den Holzsteg am Z├╝richsee
Holzsteg ├╝ber den Z├╝richsee

© Jan Huber / Unsplash

Das Bild oberhalb zeigt ├╝brigens eine Perspektive, wenn man von Hurden in Richtung Rapperswil-Jona auf dem Holzsteg wandert. Und zwar unmittelbar nachdem man bei Hurden vom Seedamm weggegangen ist, wo sich die Holzbr├╝cke ├╝ber den Z├╝richsee vom Seedamm trennt. Links im Hintergrund ist bereits Rapperswil-Jona zu sehen. Dieses sch├Âne Foto ist ├╝brigens nicht in die wundervolle Abendsonne am Z├╝richsee getaucht, sondern bei Sonnenaufgang entstanden, die Sonne scheint hier von Osten her auf den Z├╝richsee und ist gerade ├╝ber Schmerikon aufgegangen.

Ein Highlight auf dem Holzsteg ├╝ber den Z├╝richsee, der die Gemeinden Rapperswil-Jona und Hurden miteinander verbindet, ist auch das Heilig H├╝sli.

Heilig H├╝sli-Kapelle

Viele Pilger, die auf diesem Holzsteg unterwegs sind, weil sie einen Teil des Jakobsweg-Netzwerkes in Europa abwandern m├Âchten, halten auch beim Heilig H├╝sli Inne. Der Holzsteg ist im Jahr 2001 wieder er├Âffnet worden, aber das ist nicht das Jahr der Entstehung sondern das Jahr der Rekonstruktion gewesen. Denn der Holzsteg ├╝ber den Z├╝richsee ist viel viel ├Ąlteren Ursprunges. Auf der kleinen Insel, an der der Holzsteg entlang f├╝hrt, ist seit dem Jahr 1551 die kleine Kapelle, das "Heilig H├╝sli" ein Fixpunkt. Seit 1551 ist der dortige Steinbau in seiner heutigen Form vorhanden. Urspr├╝nglich d├╝rfte der Bau schon auf fr├╝here Jahrhunderte zur├╝ckgehen, man vermutet, dass die Kapelle bereits mit dem Bau der Seebr├╝cke (in der ersten Version) von 1360 nach Christi Geburt gebaut wurde, denn seit dem die Seebr├╝cke gebaut worden ist, ist sie auch Teil des Jakobsweges in Europa.

Das Heilig H├╝sli ist sicher die bekanntere Kapelle auf dem Holzsteg ├╝ber den Z├╝richsee, es gibt aber nicht nur auf der Seite von Rapperswil-Jona eine Kapelle, sondern auch beim s├╝dlichen Br├╝ckenkopf bei Hurden steht noch einmal eine Kapelle. Die Kapelle von Rapperswil-Jona ist aber seit 1907 unter Denkmalschutz gestellt.

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Holzsteg: Die Geschichte

Der Holzsteg ├╝ber den Z├╝richsee hat eine lange Geschichte. Wenn man den vorliegenden Daten vertrauen kann, gab es schon fr├╝hzeitliche Verbindungen der beiden Seeufer am Z├╝richsee - das geht schon auf die Bronzezeit zur├╝ck. Unterhalb des Seedammes zwischen Rapperswil-Jona und Hurden hat man bei arch├Ąologischen Forschungen im Sommer 2000 spannende Entdeckungen gemacht: Es gibt Pf├Ąhle, die offenbar zu einer Br├╝cke geh├Âren m├╝ssen, die man auf die Fr├╝hbronzezeit datieren kann. Es geht also um das Jahr rund um 1.525 vor Christi Geburt, also vor mehr als 3.500 Jahren. Ansammlungen von pr├Ąhistorischen Pf├Ąhlen und Quadersteinen lassen dabei auf die Existenz einer Br├╝cke zu dieser Zeit bereits vermuten. Leider ist praktisch nicht mehr festzustellen, wie lange es diese Br├╝cke gegeben hat.

Eine weitere Version kann zumindest gesichert der R├Âmerzeit zugeordnet werden. Es wurden m├Ąchtige Pf├Ąhle aus Weisstanne und Eiche entedeckt, die man dieser Zeit zuordnen kann.

Holzbr├╝cke am Z├╝richsee: Rudolf IV Habsburg-├ľsterreich

Danach war es Rudolf dem vierten von Habsburg-├ľsterreich vorbehalten den Bau der Holzbr├╝cke ├╝ber den Z├╝richsee zwischen Rapperswil und Hurden zu initiieren vorbehalten. Er veranlasste den Bau der Holzbr├╝cke im Jhar 1358. Die Intention war, dass die Bauern auf der anderen Seite des Z├╝rchsee ├╝ber die Br├╝cke in die Lage versetzt werden sollten, ihre Produkte und Fr├╝chte und Ernte auf dem Markt in Rapperswil anzubieten. Im Sommer zogen dann die ersten Bau-Arbeiter los und suchten nach den weniger tiefen Stellen im See um die Pf├Ąhle f├╝r die neue Br├╝cke einzuschlagen. Rudolf der IV - auch genannt "Rudolf der Geistreiche" - hatte das Land bei Alt-Rapperswil, die March, das W├Ągital, Wollerau auch und B├Ąch kurz zuvor um 1.100 Mark Silber gekauft. Mit der Br├╝cke wollte man aber vermutlich nicht nur eine wirtschaftliche Verbindung schaffen, die ├ľsterreicher hatten auch die Intention die ├Âsterreichischen Vorlande milit├Ąrisch besser erreichbar zu machen.

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